Kirche Eibenstock

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Das geistliche Wort:

 

Säet Gerechtigkeit und erntet nach dem Maße der Liebe!
Pflüget ein Neues, solange es Zeit ist, den HERRN zu suchen,
bis er kommt und Gerechtigkeit über euch regnen lässt! (Hosea 10,12)


Liebe Leser,

die einst von dem Propheten an die Menschen im Nordreich Israel gerichteten Worte tönen durch die Zeiten bis zu uns. Es sind mahnende Worte, die das Gericht Gottes ankündigen, wenn das Volk in seiner althergebrachten Weise sein Leben ohne Gott, oft auch gegen ihn
gestaltet. >>Das Alte pflügen<< ist Bild dafür. In eingelaufenen Bahnen zu gehen, ist uns vertraut. „S´ war mei Tach lang schu so!“ und darum wird´s wohl auch so bleiben. Der Prophet meint: Das ist eine falsche Sicherheit. Nur die Bereitschaft, Gewohntes in Frage zu stellen, also Neues zu pflügen, kann helfen, Eingefahrenes als falsch und irrig zu entdecken. Neue Böden sind ausgeruht. Ihre Bearbeitung ist freilich mühsamer als die Jahrzehnte-lang bearbeiteten Felder. Oftmals verlangen sie auch mehr Kreativität, weil althergebrachte Methoden nicht funktionieren. Der Prophet empfiehlt die Saat der Gerechtigkeit. Gerechtes Saatgut - heute ein Bild für Abkehr von Ertragsmaximierung, also von einem Tun, das nur an höchstmöglichen Ergebnissen für sich ausgerichtet ist - ist eine Saat, die nicht nur sich im Blick hat. Gerechtigkeit säen dreht sich um mehr als um mich. Es denkt über meinen Tellerrand hinaus und versucht, Gottes Recht in den Blick zu nehmen. Gott wird unserem gerechten Tun seine Zustimmung dadurch geben, indem er seine Gerechtigkeit über uns regnen lassen wird. Dort, wo es regnet, kann Saat aufgehen. Wo Gott mein Tun mit seinem Segen begießt, wird genug aufgehen - auch für mich. Das kann mich frei von Angst machen. Das kann mich freigiebig gerecht handeln lassen. Und wenn ich ernte, dann rät mir der Prophet, das in Liebe zu tun, so, dass diejenigen, die nachlesen, noch etwas finden, durch das sie meine Liebe spüren. Wer so – im Säen und im Ernten die im Blick hat, die auf meine Gerechtigkeit angewiesen sind, von dem kann der Prophet sagen: Der nutzt seine Zeit gut. Denn er rechnet mit Gott im Geben und im Empfangen.

Ihr Pfarrer Michael Poppitz
zusammen mit den Kirchenvorstehern und Kirchgemeindemitarbeitern

 



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10.08.2018
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